Wann sich E-Mail Marketing für Startups lohnt

Markus Schranner

Startups haben in aller Regel einen substanziellen Mangel an Zeit und Geld – da mag es in den Prioritäten weit unten stehen, E-Mail Marketing zu betreiben. Warum es gerade für ein Startup vielleicht doch interessant ist, soll der folgende Artikel zeigen.

Welcher Kanal ist der richtige?
Nach der erfolgreichen Implementierung der technischen Plattform wird ein erfolgreiches Marketing darüber entscheiden, ob das Startup die nächsten Monate überlebt. Interessierte oder bereits gewonnene Kunden sollen regelmäßig mit dem eigenen Produkt in Kontakt gebracht werden.

Dafür kann man z.B. Twitter oder Facebook verwenden – das geht anfangs leichter und man kann auch von weiteren Effekten (retweets, likes) profitieren. Einen gravierenden Nachteil haben allerdings beide Kanäle – alle Follower sind “Eigentum” der jeweiligen Plattform! Nur die Plattform entscheidet, ob Eure Beiträge überhaupt angenommen und beim Nutzer angezeigt werden. Das macht sich z.B. bei Facebook bemerkbar, die regelmäßig an den Darstellungen im Newsfeed rumschrauben und eure Nachrichten vielleicht garnicht mehr durchkommen. Ob der Nutzer bei der Vielzahl an Beiträgen gerade eurer Meldung noch Aufmerksamkeit schenkt, sei dahingestellt.

E-Mail Marketing kostet anfangs mehr, um die technischen Komponenten (Anmeldeformular auf der Website, Erstellen und Versenden des Newsletters) bereitzustellen. Den ersten Newsletter wird man vielleicht nur an 10 Adressen versenden. Dafür kann man einmal gewonnene E-Mail Empfänger nur verlieren, wenn sich der Nutzer explizit abmeldet. Alle E-Mails landen gut sichtbar im Posteingang des Interessenten.
Die parallele Entwicklung aller Kanäle ist daher ein guter Ansatz, wobei man zu Beginn den selben Content überall wiederverwenden kann. Später lohnt es sich, eigene Strategien und Inhalte für jeden Kanal zu entwickeln.

Content is king
Entscheidend beim Erstellen des Newsletters – wie auch für das Startup als solches – ist es, interessanten und relevanten Content zu liefern. Der größte Fehler ist es, einfach nur ein
Werbeprospekt zu verschicken – das interessiert in aller Regel nicht. Stattdessen gilt es, die Zielgruppe möglichst gut zu verstehen und beispielsweise Artikel oder News aus ihrer Branche zu liefern. Auch die Hervorhebung bestehender Artikel aus dem Netz kann überzeugen und ist mit weniger Aufwand verbunden. Hier ist Kreativität gefragt.
Wenn ein Newsletter wenig Feedback (Opening Rates) oder sogar Abmeldungen erzeugt, lag man daneben. So kann man gleichzeitig wichtige Erkenntnisse für das eigene Startup gewinnen.

Technische Umsetzung
Die technische Umsetzung besteht aus mehreren Teilen. Je nach gewählter Option können die einzelnen Schritte dabei mit mehr oder weniger Aufwand umgesetzt werden.

Zunächst muss man sich entscheiden, wie der Newsletter später versendet wird – hier gibt es zahlreiche Anbieter am Markt (z.B. MailChimp, CleverReach) oder die Option, einen Desktop Client zu verwenden. Nach dieser Entscheidung wird sich richten, wie die gewonnenen Empfänger in das jeweilige Programm importiert werden und ob einzelne, technische Aufgaben direkt beim Anbieter durchgeführt werden.

Als erstes muss ein Formular für Newsletteranmeldung auf der Website zur Verfügung stehen. Das deutsche Recht ist sehr streng, so dass das Double-Opt-In (zusätzliche Bestätigungs-E-Mail für die Anmeldung zum Newsletter) auf jeden Fall umgesetzt sein sollte – sonst wird es schnell eine kostspielige Abmahnung geben. Mit diesen beiden Punkten können schonmal erste Empfänger gesammelt werden, noch bevor die Inhalte der Mailings feststehen.
Der versendete Newsletter sollte in aller Regel grafisch als HTML Email gestaltet sein, um eine bessere Darstellung ähnlich einer Website zu ermöglichen. Evtl. kann auf ein spezifisches Design
zunächst verzichtet und auf ein vorgefertigte Template zurückgegriffen werden, bei der lediglich Farben und Bilder angepasst werden. Die Templates inklusive passendem Editor gibt es
normalerweise direkt beim Newsletter-Versender (wie z.B. MailChimp), in separaten Online-Tools (z.B. newslettercreator.com) oder als HTML Template direkt als Download.
Wenn das nicht mehr ausreicht, können mit Responsive.email (https://responsive.email) die eigenen Designs verwirklicht werden. Damit muss sich ein Programmierer nicht tagelang in die
Wissenschaft der HTML Emails einarbeiten und ist trotzdem flexibel in der Umsetzung.
Die größte Herausforderung im E-Mail Marketing besteht in der Entwicklung des richtigen Contents, um für die Kunden interessante Inhalte zu liefern. Dafür weiss man dann aber auch, ob man mit dem Startup auf dem richtigen Weg ist. Gelungenes E-Mail Marketing wird sich mittelund langfristig entwickeln und so zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Über den Autor
Thomas Surmann ist der Gründer von Responsive.email (https://responsive.email), ein Tool zur Erstellung eigener HTML Emails. Durch die unterschiedlichen E-Mail-Clients (Webmailer, Desktop) und die angepasste Darstellung auf mobilen Geräten braucht man eigentlich einen Spezialisten, um fehlerfreien HTML Code zu entwickeln. Mit dem Responsive.email Studio erstellt man HTML Emails mit dem eigenen Design fehlerfrei per Drag & Drop.

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