Was die Brettchenfrage war und was dabei geschah…

Am Mittwoch den 06. August luden Startup Germany und die IHK Berlin zum ersten mal zu einem gemütlichen Abendessen in kleiner Runde zur Brettchenfrage ein.

Teilnehmer: kinderfee.de, Kptn Cook, Pfeffermind Games, liber.io und Westtech Ventures.

Mit Startups aus verschiedenen Reifephasen, aber auch mit einem Frühphaseninvestor (Westtech Ventures) haben wir einen guten Kreis an Leuten gewinnen können, die sich selbst täglich und praktisch mit verschiedensten Themen der Gründung auseinandersetzen müssen.
Zusammen haben wir uns intensiv mit den unten stehenden Fragen beschäftigt, wobei sich die Vertreter der IHK Berlin und von Startup Germany e.V. bewusst mit eigenen Meinungen zurückgehalten haben, um die tatsächlichen Probleme der jungen Unternehmer besser verstehen zu können. Teilweise waren die Antworten, die wir erhielten vorhersehbar, in vielen Fällen aber auch überraschend.

-Was kann Deutschland in der Infrastruktur der Startup-Welt verbessern?
Die Antworten auf diese Frage haben uns zugegeben nicht unbedingt überrascht, zu denken haben sie uns jedoch in jedem Fall gegeben.

Wie erwartet ging es den Gründern, ebenso wie Alexander Kölpin dabei vor allem um die Unterstützung, aber auch, und das hat uns dann doch ein wenig überrascht, um die Bekanntheit von Angeboten. Es gibt mittlerweile ein derart großes Angebot an Förder- und Unterstützungsmaßnahmen, dass es in vielen Fällen sehr schwer fällt, den Überblick zu behalten. Vor allem öffentliche Unterstützungen, aber auch private Initiativen wurden hier angesprochen. Wir werden uns weiter mit diesem Thema auseinandersetzen.

-Welche Möglichkeiten gibt es für Startups und Gründer keine Angst vor Morgen zu haben?
Bei diesem Thema, ihr könnt es euch vorstellen, ging es natürlich vor allem um Geld. Wie kann ich mich auf meine Arbeit konzentrieren und muss trotzdem keine Angst davor haben, morgen Pleite zu sein? Was kann ich tun, um dies zu verhindern? Was passiert mit mir, wenn ich dann trotzdem plötzlich mit einem Schufa-Eintrag aufwache? Woher kann ich Geld bekommen? Auch mit diesen Themen werden wir uns in den nächsten Monaten noch weiter beschäftigen und nach Antworten suchen.

-Welchen Nutzen haben Inkubatoren und Acceleratoren heutzutage? Welchen Einfluss haben sie und wo stehen sie in unserer langen Liste? Viele haben Erfahrungen, ob positiv oder negativ, mit ihnen gemacht. Würdet ihr euch dafür bewerben?
Auch bei diesen Fragen entwickelte sich eine mehr als Interessante Diskussion. Es gab Befürworter wie Gegner der Programme. Einig waren sich jedoch alle, dass man bei der Zusammenarbeit mit Programmen aus großen Konzernen eher vorsichtig vorgehen wolle, da die Angst vor dem Ideenklau noch immer groß ist. Prinzipiell kann man sagen, dass es wohl immer auf die eigene Idee und den eigenen Charakter ankommt. Schlagt das Angebot nicht einfach aus, wenn ihr es erhaltet, aber prüft gut, bevor ihr euch bindet.

-Berlin wird immer mehr und mehr zum Mittelpunkt der Startup Community. Immer mehr Gründungswillige kommen in die Stadt und wollen etwas bewegen, sie wollen Teil einer Bewegung sein… Aber warum wird es einem hier so schwer gemacht ein Visum zu bekommen? Wo soll der Gründer hin und wer gibt ihm die nötigen Tipps?
Hier haben wir die überraschendsten Antworten erhalten. Nach einer relativ kurzen Diskussion waren sich alle einig, dass es grundsätzlich für niemanden ein Problem dargestellt hat, ausländische Mitarbeiter einzustellen und die nötigen Papiere für sie zu erhalten. Lediglich die mangelnden Sprachkenntnisse in manchen Behörden, sowie die Verfügbarkeit von Informationen in anderen Sprachen wurden kritisiert. Dies lasse sich aber von den Unternehmen selbst vereinfachen, indem sie den Neu-Berlinern mit Rat und Tat zur Seite standen.

Schließlich entwickelte sich beim Abendessen auch noch eine freie Diskussion, aus der wir die folgenden Punkte behalten haben:
– Die Risikobereitschaft von Institutionen (privat wie öffentlich) und Personen wurde als sehr gering eingeschätzt. Hier wünschen sich viele eine Änderung. Aber es war auch klar, dass sich gewachsene Kulturen niemals schnell ändern lassen.
– Öffentliche Unterstützungsmöglichkeiten sollten besser beworben werden, damit die Gründungsinteressierten auch eine Chance haben sie zu verstehen und zu nutzen.
– Die Änderungen beim Gründungszuschuss (zu einer freiwilligen Leistung der Agentur für Arbeit) wurde hart kritisiert. Prinzipiell wurde vor allem die Fähigkeit der Mitarbeiter der Agentur zur Einschätzung von Geschäftsideen und -plänen hinterfragt.
– Die Startup-Szene in Deutschland verkauft sich derzeit gerade in Richtung Mittelstand sehr schlecht. Von vielen gestandenen Unternehmen wird die Szene gar als infantil wahrgenommen. Anstatt sich nun zu verteidigen und zu erklären wieso das nicht so ist, sollten sich die Gründer davon herausgefordert fühlen und das Gegenteil beweisen.

Das sind die Fragen die diese Runde beschäftigt haben! Zusammen mit der IHK-Berlin werden wir nun die Antworten und die besprochenen Themen weiter auswerten und die Ergebnisse gerne mit euch Teilen. Falls ihr jetzt schon Antworten oder Anregungen habt, lasst es uns gerne wissen.

Bald werden wir die nächsten Brettchenfrage-Runden mit neuen Leuten und Berichten aus eigenen Erfahrungen haben, und freuen uns jetzt schon darauf!

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