Warum die Automobilindustrie Start-ups braucht – 2. Konferenz in Ludwigsburg

Start-up gefunden – und dann? Audi, BMW, Bosch, Continental, Daimler, Porsche und VW – viele Automobilhersteller haben bereits interessante Start-ups auf dem Radar. Doch wie geht es dann weiter? Eine Kooperation stellt beide Seiten vor große Herausforderungen. Wem gehören die Daten? Wer profitiert stärker von einer Zusammenarbeit? Bei der 2. Fachkonferenz „Start-up- Kooperation Automotive & Mobility“ bringt Süddeutscher Verlag Veranstaltungen erstmals beide Welten auf eine Bühne. 22 Referenten von etablierten Unternehmen und Start-ups aus der Automobilindustrie berichten über ihre Erfahrungen und geben Impulse für zukünftige Geschäftsentscheidungen.

Landsberg am Lech, 20. September 2017 – Expertentreffen aus der Automobilszene in Ludwigsburg bei Stuttgart: Vertreter von Ambi-Vation, BMW, Continental, Daimler, Door2Door, Evopark, Flare Technologies, German Entrepreneurship, Gestigon, Hubject, ITIC, MANN+HUMMEL, Mercedes-Benz Consulting, MHP, NetApp, Next47, Pinsent Masons, Plug and Play, Porsche Digital, Santander Bank und Startupbootcamp Smart Transportation & Energy kommen am 22. und 23. November 2017 im Nestor Hotel in Ludwigsburg bei Stuttgart zur 2. Fachkonferenz „Start-up- Kooperation Automotive & Mobility“ zusammen. In über 20 Vorträgen präsentieren die Referenten ihre positiven und negativen Erfahrungen aus Kooperationen zwischen Start-ups und Corporates in der Automobilindustrie und wie diese Erfahrungen zukünftige Geschäftsentscheidungen beeinflussen.

Wie Corporates und Start-ups effektiver zusammen arbeiten

Viele etablierte Unternehmen kooperieren bereits heute erfolgreich mit Start-ups. Bei der Zusammenarbeit müssen jedoch besondere Herausforderungen berücksichtigt werden. Im Themenbereich "Warum mit Start-ups kooperieren?" berichten die Daimler AG, die BMW Group und MANN+HUMMEL von ihren Erfahrungen und geben Einblicke in ihre Gründe, mit Start-ups zu arbeiten. So handelt der Vortrag von Joo-Hyung Maing, Produkt Management Digital Services bei der BMW Group, unter anderem von der Beeinflussbarkeit von Konzernprozessen und der Frage: Wie kann ich, trotz aller Klischees und Vorurteile, am wirksamsten zusammenarbeiten?

„Knapp zwei Jahre im Start-up haben mich wegweisend geprägt. Wertvolle Aspekte wie MVP (‚minimum viable product’), ‚fail fast’, agile Scrum teams und ‚act like a founder’ waren ständige Begleiter", sagt Joo-Hyung Maing. „In einem Konzern versuche ich diese nun zu beherzigen. Nicht alles klappt wie gewünscht und doch werde ich von Tag zu Tag überrascht." Der Themenblock "Warum mit Corporates kooperieren?" stellt die Sichtweise der Start-ups dar. In
diesem Teil berichten Referenten der Unternehmen Flare Technologies GmbH, Hubject GmbH und Startupbootcamp Smart Transportation & Energy von ihren Erfahrungen aus Kooperationen mit Corporates.

So beschreibt Thomas Daiber, CEO der Hubject GmbH, die Anforderungen an digitale Services rund um das Elektrofahrzeug von heute und morgen. „Elektromobilität ist mehr als das Elektroauto und die Ladesäule. Der Automotive-, Energie- und IKT-Sektor verschmelzen zunehmend, woraus zahlreiche neue Geschäftsmodelle entstehen", sagt Thomas Daiber. „Von der Start-up Konferenz erwarte ich neue Impulse und einen Austausch über die Zusammenarbeit von Corporates und Start-ups – zwei unterschiedliche Welten, die viel voneinander lernen können." Am Nachmittag geht es dann mit Vorträgen von Ambi-Vation, Porsche Digital, Evopark, Gestigon, MHP und Plug & Play weiter. Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Wissen wir schon oder experimentieren wir noch" und eine Abendveranstaltung runden den ersten Tag ab.

Digitalisierung und Mobilitätskonzepte der Zukunft

Am zweiten Tag geht die Veranstaltung mit den Themenblöcken "Digitalisierung mit Start-ups beschleunigen" und "Fahrzeugeigentum oder Mobility as a Service" ins Detail. Hier tragen Vertreter von Continental, NetApp Deutschland, Pinsent Masons, Mercedes-Benz Consulting, Santander Bank,
Oliver Wyman, German Entrepreneurship, International Transportation Innovation Center, Door2Door und Next47 vor. Dr. Florian von Baum, Partner bei Pinsent Masons Germany LLP, beleuchtet die Frage, wem bei einer Zusammenarbeit die entstehenden Arbeitsergebnisse gehören und wer den kommerziellen Nutzen
aus den Ergebnissen der Kooperation hat. Dabei geht es in seinem Vortrag darum, wie die unterschiedlichen Interessenslagen der Partner in Übereinstimmung gebracht werden können. „Ich freue mich auf einen intensiven Austausch und noch mehr Verständnis für die jeweiligen Erwartungshaltungen der Partner einer Start-up Kooperation“, sagt Dr. Florian von Baum. Der Vortrag von Dr. Andreas Nienhaus, Oliver Wyman GmbH, betrachtet aktuelle Entwicklungen und
Trends im Mobilitätsbereich und wie Start-ups in dieses Feld vorstoßen. Er präsentiert, in welchen Bereichen besonders viele Start-ups aktiv sind, wo am meisten investiert wird und warum. Der übergreifende Fokus liegt auf dem Kampf um die Kundenschnittstelle und wie insbesondere Start-ups diese den traditionellen Automobilherstellern streitig machen.

„Der Austausch mit einer Vielzahl von Experten, vom Gründer bis zum OEM-Vertreter, führt sicherlich zu vielen spannenden Diskussionen und neuen Einblicken. Ich freue mich darauf, dass die gesamte Bandbreite der Automotive und Mobility Start-ups Themen auf der Konferenz präsentiert wird", erklärt Dr. Andreas Nienhaus.

Willem Bulthuis, Business Angel und Board Advisor, führt als Moderator durch das zweitägige Programm. Erwartet werden über 100 Entscheider aus der Automobilindustrie und der Start-up-Branche.
Weitere Informationen, die vollständige Agenda sowie ein Anmeldeformular zur Veranstaltung findet Ihr hier.

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