Die Existenzgründerkredite der KfW

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Wer sich selbständig machen oder ein eigenes Unternehmen gründen möchte, benötigt meist mehr als nur eine gute Geschäftsidee und die passenden Kenntnisse. In der Regel ist auch ein gewisses Startkapital notwendig, um Geschäftsräume anmieten und ausstatten sowie Waren oder Produktionsmittel beschaffen zu können. Wenn angehende Existenzgründer nicht über ausreichende eigene Mittel verfügen, kann ihnen die KfW mit einem günstigen Förderkredit den Start in ihre berufliche Zukunft ermöglichen.

Förderung für den Mittelstand

Bereits seit 1948 unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau oder KfW kleine Selbständige und mittelständische Unternehmen. Dabei werden nicht nur für Firmengründungen Gelder bereitgestellt, sondern auch Investitionen möglich gemacht, mit deren Hilfe bestehende Unternehmen erweitert oder modernisiert werden können. Ein besonderer Schwerpunkt der KfW ist inzwischen neben dem Wohnungsbau auch der Umwelt- und Klimaschutz. Da die KfW vollständig im Besitz des Bundes und der Bundesländer ist, kann sie besonders zinsgünstige Kredite vergeben, erklärt das Kreditportal NetzKredit.com. Davon profitieren insbesondere Existenzgründer, die über nur wenig Eigenkapital verfügen.

Maßgeschneiderte Förderung

Je nach Art des Unternehmens und vorhandenem Eigenkapital stellt die KfW unterschiedliche Förderprogramme bereit. Der “ERP-Gründerkredit – Startgeld” richtet sich vor allem an junge Unternehmer und Freiberufler, die zum Unternehmensbeginn nur geringe Investitionen vornehmen müssen. Die maximale Kreditsumme beträgt 100.000 Euro und kann beispielsweise für die Anschaffung von Computern, Maschinen und Einrichtungsgegenständen verwendet werden. Eigenkapital ist dabei nicht notwendig. Außerdem ist es gestattet, die selbständige oder freiberufliche Tätigkeit zunächst im Nebenerwerb auszuüben.

Mit dem “ERP-Kapital für Gründer” werden dagegen ausschließlich Selbständige im Haupterwerb gefördert. Dafür werden bis zu 500.000 zur Verfügung gestellt, wobei es sich allerdings nur um eine Teilförderung von bis zu 50 % des Gesamtbedarfs handelt. Außerdem müssen mindestens 10 % durch Eigenkapital abgedeckt sein.

Der “ERP-Gründerkredit – Universell” kombiniert die beiden anderen Förderungen: Die mögliche Kreditsumme beträgt 500.000 Euro, und es ist kein Eigenkapital erforderlich. Zusätzlich können damit auch Projekte im Ausland finanziert werden. Eine Besonderheit bei dem “ERP-Gründerkredit – Universell” ist zudem, dass auf Wunsch die KfW die Hälfte des Kreditausfallrisikos trägt. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Bank eine Kreditanfrage über den zusätzlich benötigten Betrag positiv bescheidet.

Alle drei Programme können übrigens auch von bereits bestehenden Unternehmen in Anspruch genommen werden, sofern die Unternehmensgründung weniger als fünf Jahre zurückliegt. Auch Unternehmensnachfolger können bei der Förderung berücksichtigt werden.

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