Scooterra: Klimaschutz macht Spaß – mit modularen E-Rollern

Eva Kottkamp

Scooterra ist ein Startup, das mit modularen E-Rollern den E-Mobilitätsmarkt neu definieren will. Jasper Häger, der Gründer, berichtet von dem Projekt.

Wie kam es dazu, dass Du „SCOOTERRAgegründet hast?
Ich interessiere mich schon seit langem für Technik und kreative Lösungen in technischen Bereichen und als Pädagoge auch für Strategien für positive gesellschaftliche Entwicklungen. Die Energiewende verfolge ich seit ihrem Beginn und gelegentlich raufe ich mir die Haare bei dem, was ich da höre und lese. Also eigentlich ständig.

Mit Scooterra möchte ich auch ein Zeichen setzen, dafür, dass wir etwas tun können. Wir müssen nicht abwarten, bis andere Entscheidungen fällen und wir sind diesen Entscheidungen nicht einfach ausgeliefert. Wir können unsere Umgebung und den Verkehr in unseren Städten mitgestalten. Und das macht Spaß! In E-Rollern sehen wir, das heißt mein Team und ich, die perfekte Möglichkeit, E-Mobilität schnell umzusetzen und dabei ökologisches Handeln mit Pragmatismus, Feeling und Lifestyle zusammenzubringen. Denn es ist nun einmal so, dass man im Alltag tendenziell den Weg des geringsten Widerstands geht – oder eben fährt.

Was ist besonders an dem E-Roller?
Die verfügbare Modularität. In der Branche zeigt sich langsam eine Entwicklung, die die Möglichkeiten elektrischer Mobilität untergräbt. Viele Hersteller vernetzen die internen Geräte der E-Fahrzeuge derart, dass wenn ein Teil kaputt geht, das ganze Fahrzeug Schrott ist, da es keine oder nur eine sehr teure Möglichkeit gibt, die Fahrzeuge zu reparieren. Man kennt das ja von den Smartphones und deren Akkus. (Da gibt es übrigens mittlerweile Alternativen, z.B. https://www.shiftphones.com/.) Ich finde das dreist und möchte einen Gegentrend setzen. Alle Fahrzeuge von Scooterra werden deshalb nach dem modularen Prinzip aufgebaut sein und mit offenen Standards laufen. So sind sie einfach und mit Standardwerkzeug zu reparieren. Außerdem lassen sich die E-Roller damit nach den ganz eigenen Bedürfnissen zusammenstellen, denn es soll verschiedene Komponenten geben, die nach dem Mix & Match Prinzip kombiniert werden können. Das Ganze soll dann über unseren Online Shop laufen.

Was hebt euch noch von anderen Mitbewerbern ab?
Im Grunde genommen verstehen wir uns nicht als Konkurrenz, sondern als Mitstreiter in gemeinsamer Sache. Trotzdem gibt es einige Faktoren bei denen wir finden, dass da noch mehr geht. Neben der Modularität ist die Finanzierung eine ganz wichtige Sache. Wenn wir wirklich etwas bewegen wollen, dann ist es wichtig, dass sich alle so einen E-Roller leisten können. Deswegen bieten wir ein Finanzierungsmodell an, mit dem man den Scooterra One ab einer Rate von 30€/Monat abbezahlen kann. Das ist so, wie wenn man ein Handy kaufen würde.
Auch den 3kW Motor, der standardmäßig in dem Preis inbegriffen ist, finde ich wichtig, denn so eignet sich der Scooterra One auch für Fahrten zu zweit und für hügelige Gegenden.


Was ist aktuell die größte Herausforderung für Euch?
Es ist schwierig herauszufinden, was für das eigene Start Up das richtige ist, auch wenn das Internet voll mit Tipps und Tricks ist. Jedes Start Up ist anders. Es ist unmöglich all das unterschiedliche Feedback zu berücksichtigen und deshalb müssen wir die richtige Balance finden zwischen Intuition, eigenem Wissen und dem Folgen von Rat und Meinung von außen. Auch sind wir unterdessen auf der Suche nach gleichgesinnten  Investoren, mit denen wir uns vorstellen können, unser Baby großzuziehen.


Was
ist der aktuelle Stand des Projekts?
Zunächst steht die Zertifizierung des SCOOTERRA One an. Danach werden wir die Produktion in Auftrag geben und voraussichtlich im März zum Saisonstart mit der ersten Auslieferung beginnen. In unserer Crowdfundingkampagne über Indiegogo https://igg.me/at/scooterra/ oder über unseren Online-Shop https://www.scooterra.eu/ kann man zurzeit den Scooterra One für einen Early-Bird Preis vorbestellen. Nach der Kampagne sind Vorbestellungen über unseren Online-Shop möglich, dann allerdings zum regulären Preis von 1899 Euro, optional natürlich mit dem Ratenfinanzierungsmodell.


Welchen Tipp würdest Du anderen Start Up Projekten mit auf den Weg geben?
Vernetzt euch! Ihr seid nicht allein und GründerInnen begegnen häufig ähnlichen Schwierigkeiten. Es gibt tatsächlich so etwas wie eine Start Up Szene und ihr findet sicher den oder die richtige AnsprechpartnerIn, wenn ihr danach sucht. Es ist viel einfacher und schöner, die Hürden gemeinsam zu meistern!

web: https://www.scooterra.eu/

mail: post@scooterra.eu

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