Interview zum Startup Weekend Ostfriesland 2019 “Mobilität und Digitales” mit Stefan Neeland

Stephanie Kamen

Warum unterstützen Sie das Startup Weekend Ostfriesland? Was sind Ihre Beweggründe?

Wir wollen den Menschen, die sich für Startups und Gründertum interessieren,etwas bieten.

Das Format Startup Weekend ist eine ideale Möglichkeit für Gründungsinteressierte, Kreative und Innovative sowie mutige Andersdenker, sich und ihre Ideen auszuprobieren und sich zu vernetzen.

Genau diese Menschen sind es, die wir für die Region gewinnen und halten wollen — egal, ob als Unternehmer oder Mitarbeiter in einem Unternehmen.

Ich persönlich engagiere mich hier sehr gerne auch den Tick mehr. Als Emder und Ostfriese freue ich mich, wenn die Region einen weiteren Schritt nach vorne macht und sich entsprechend präsentiert — als wunderbaren Ort zum Leben, aber auch als Region mit spannenden Unternehmen, Aufgaben und Herausforderungen für die Zukunft.

Was sind Ihre persönlichen Gedanken zum Startup Weekend Ostfriesland

Das Startup Weekend Ostfriesland ist ein Format am Puls der Zeit.

Ich bin immer wieder begeistert, welche Ideen geboren werden und wie gut die Chemie zwischen allen Beteiligten ist. Wenn der Funke überspringt, ist der Spirit und die Begeisterung der Teilnehmer förmlich greifbar. Dies lässt sich in keinem anderen Veranstaltungsformat sonst so inszenieren.

Welche Vorteile/Chancen sehen Sie für Startups und junge Unternehmer/Gründer in der Region Emden/Ostfriesland?

Bei uns sind in der Region sind viele Zukunftsthemen schon jetzt zu Hause. Die Region ist aber auch im wirtschaftlichen Umbruch.

Emden ist ein Standort im Wandel der Zeit. Hier entstehen ganz neue Felder, es werden neue Angebote benötigt und nachgefragt werden. Auch in unserer Region sind aktuelle globale Trends wie Mobilität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit sowie Industrie 4.0 oder Klimawandel und Energiewende, längst angekommen, die es auf lokaler Ebene umzusetzen gilt.

Dies ist auch in den Köpfen angekommen und die Bereitschaft, sich hier neu aufzustellen, ist inzwischen bei vielen gegeben. Auf der anderen Seite besteht hier auch die Chance, bei diesem Umbruch mitwirken zu können und z.B. eine Startup-Szene aktiv mitgestalten zu können.

Warum halten sie das Startup Weekend für die Region Emden wichtig? / Welchen Beitrag für die Zukunft Emdens kann das Startup Weekend insbesondere im Hinblick auf Emden als Standort im Wandel der Zeit hinsichtlich Elektromobilität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit leisten?

Wir brauchen das Startup Weekend als Signal und Plattform.

Als Signal, um weiter nach draußen zu tragen, dass wir als Region bereit sind und uns auf innovative Geschäftsmodelle, aber auch deren Ideengeber einzulassen. Dies wird in den nächsten Jahren speziell in Emden als einer der ersten VW-Standorte, der auf E-Mobilität setzt, noch wichtiger sein als bisher. Wir werden hier als Region immer wieder Antworten auf neue Herausforderungen geben müssen.

Als Plattform, damit sich regionsübergreifend Menschen treffen, austauschen und voneinander lernen sowie verstehen können.

Was hat sich seit dem ersten Startup Weekend Ostfriesland 2018 getan?

Einiges – wir müssen aber auch noch einiges auf den Weg bringen. Das Umfeld für Startups hat sich seit 2018 deutlich verbessert. Nicht nur durch das Startup Weekend, aber eben auch. Das Thema ist inzwischen in der Region angekommen. Bei vielen Gesprächen laufen wir offene Türen ein, wo wir vor Jahren noch viel Überzeugungsarbeit leisten mussten.

Was erhoffen Sie sich persönlich vom Startup Weekend Ostfriesland 2019?

Es soll natürlich “besser” als 2018 werden, aber “schlechter” als 2020 sein, um den Anspruch für uns als Ausrichter und alle Mitwirkenden hoch zu halten.

Werden Teilnehmer auch nach dem Event von Emden/Emder Unternehmen unterstützt? Welche Möglichkeiten werden Ihnen geboten?

Wirtschaft und Wissenschaft, die Zukunft Emden GmbH als Wirtschaftsförderung der Stadt Emden und die Politik, haben das Thema angenommen und wollen hier nach vorne gehen. An der Hochschule Emden/Leer, aber auch in der Stadt Emden sowie in der gesamten Region, entstehen gerade viele Aktivitäten — jede für sich hat Ihre Daseinsberechtigung.

Da wo es sinnvoll ist, werden wir aktiv zusammenarbeiten. Wir müssen dies alles nur transparent darstellen.

Was zeichnet die Region Emden im Vergleich zu Startup-Hochburgen wie zB. Berlin Ihrer Meinung nach aus?

Wir wollen und können uns nicht mit anderen Regionen messen —- vielleicht hier und da gute Ideen und Ansätze für uns übertragen. Jede Region ist anders, hat ihren eigenen Nährboden, ihre Schwächen. Wir wollen was bewegen, dass ist das Wichtigste.

In der Tat haben wir aber aus meiner Sicht auch ein paar dicke Pluspunkte:

– die Vernetzung wesentlichen Akteure
– die Überschaubarkeit der Region
– eine starke Hochschule
– ein lebenswertes und bezahlbares Umfeld.

Vita von Stefan Neeland

Stefan Neeland ist Leiter des Emder GründerInnenzentrum.

Stefan Neeland

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